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Liebe Leser*innen,

während Europa noch im Juni einen Hitzerekord nach dem anderen geknackt hat, stehen die Zeichen in der Politik auf Deregulierung und damit auf noch weniger Klima- und Umweltschutz. Das Ausmaß der aktuellen Deregulierungswelle zeigt sich bei der scheinbar kalten  Abwicklung des BAFA und bei der  „Flexibilisierung“ der Klimaleitlinien – aber ebenso am starken Widerstand, der sich in Form des  RulesToProtect-Netzwerks dagegen formiert.

Das macht Hoffnung. Und spiegelt sich in den Wünschen der Menschen wieder, denn neuesten Studien zufolge sind Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit für  Anleger*innen nach wie vor wichtig – Wirtschaftskrise hin oder her. Und selbst wenn die Bundesregierung plant, den Anwendungsbereich des Lieferkettengesetzes drastisch senken zu wollen, kann mit der anstehenden  Umsetzung der EU-Lieferkettenrichtlinie der Schutz von Menschenrechten und Umwelt entscheidend verbessert werden.

Mit derEU-Zwangsarbeitsverordnung und wichtigen Fortschritten bei den Verhandlungen für einen  UN-Treaty gibt es weitere konkrete Schritte, um faire Wirtschaftspraktiken verbindlich in der Unternehmensverantwortung zu verankern.

Mit diesem hoffnungsvollen Ausblick wünschen wir gute Lektüre und einen schönen Sommer.

Herzliche Grüße

Sofie Kreusch und Heike Drillisch

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Warum die Klimaleitlinien für die deutsche Außenwirtschaftsförderung gestärkt werden müssen

Aktuell werden die Klimaleitlinien für die deutsche Außenwirtschaftsförderung überarbeitet. Insbesondere Klimaauflagen für die Absicherung von Gasinfrastruktur sollen auf Wunsch der Industrie fallen. Stattdessen sollte die Bundesregierung die Garantieinstrumente konsequent am 1,5-Grad-Pfad ausrichten.

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Zwangsarbeit rückt stärker in den Fokus der EU

Mit der EU-Zwangsarbeitsverordnung will die EU Produkte aus Zwangsarbeit künftig vom Binnenmarkt ausschließen. Ob daraus tatsächlich bessere Arbeitsbedingungen entstehen, hängt stark davon ab, ob Betroffene, Gewerkschaften und lokale Organisationen wirksam eingebunden werden.

Gesprächsleitfaden(8)

Profit vor Verantwortung: Die Deregulierungsagenda der EU

Die Europäische Union war über Jahre hinweg eine treibende Kraft für hohe Umwelt-, Verbraucher- und Sozialstandards. Viele ihrer Regelwerke gelten international als Vorbild. Doch seit Beginn der neuen Wahlperiode im Sommer 2024 ist eine rasante Abkehr von diesem Kurs im Gange. Das Netzwerk RulesToProtect wehrt sich dagegen.

Gesprächsleitfaden(9)

Finanzsektor und Menschenrechte: Anleger*innen wünschen sich soziale Gerechtigkeit

Der Hype um Sustainable Finance scheint vorbei. Finanzinstitute bieten zwar weiterhin nachhaltige Anlageprodukte an, doch seit der Regulierungsdruck nachgelassen hat, hat das Thema nur noch in wenigen Häusern Priorität. Häufig ist auch zu lesen, dass das Interesse der Kund*innen an nachhaltigen Geldanlagen nachgelassen habe. Stimmt das wirklich? Zwei Umfragen aus dem Frühjahr 2026 liefern dazu interessante Erkenntnisse.

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Umsetzung der CSDDD: Eine wichtige Chance für das Lieferkettengesetz

Das Omnibus-I-Paket war ein schwerer Schlag für die Europäische Lieferkettenrichtlinie. Jetzt besteht für die Bundesregierung die Chance, ambitionierte Maßstäbe bei ihrer Transposition zu setzen – oder hinter den Möglichkeiten zurückzubleiben. Andere Länder gehen bereits entschlossen voran.

Gesprächsleitfaden(7)

Gesetzesabschaffung durch die Hintertür: Wie das Wirtschaftsministerium die Durchsetzung des Lieferkettengesetzes sabotiert

Insider*innen aus dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle berichten von einer „kalten Abwicklung“ der für die Durchsetzung des Lieferkettengesetzes zuständigen Abteilung durch das weisungsbefugte Wirtschaftsministerium – und das obwohl das Gesetz nach wie vor unverändert in Kraft ist.

Gesprächsleitfaden(10)

UN-Treaty-Konsultationen 2026: Fallbeispiele konkretisieren die Verhandlungen

In Genf beraten Staaten und Zivilgesellschaft über einen UN-Vertrag zur Regulierung transnationaler Unternehmen. Die diesjährigen Konsultationen haben wichtige Impulse gesetzt. Aktuelle Gerichtsverfahren veranschaulichten Schutzlücken, während sich Staaten bei zentralen Fragen zunehmend annähern. Findet der Prozess nach über zehn Jahren bald ein erfolgreiches Ende?

Das CorA-Netzwerk und die Initiative Lieferkettengesetz engagieren sich seit Jahren für eine gemeinwohlorientierte und verbindliche Unternehmensverantwortung – mit sichtbaren Erfolgen. Doch die jüngsten Entwicklungen machen deutlich: Unsere Arbeit ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Um auch weiterhin wirksam sein zu können, sind wir auf Ihre anhaltende Unterstützung angewiesen.

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